Psychologie des Tradings
Erste Schritte: Schritt 7 von 7

Vier Grundsätze, um ein guter Trader zu werden:

Handeln Sie diszipliniert nach Plan

Das Problem vieler Trader besteht oftmals darin, dass sie das Einkaufen ernster nehmen als das eigentliche Handeln. Ein durchschnittlicher Geschäftsmann würde zum Beispiel kein Produkt kaufen, das er nicht mit ziemlicher Sicherheit teurer verkaufen kann. Hingegen kann ein durchschnittlicher Trader, dessen Entscheidung leider oftmals nur auf der Grundlage eines Gefühls basiert, leichtfertig einen Trade eingehen, den er nicht teurer veräußern kann. Gehen Sie deshalb auf Nummer sicher, indem Sie einen Plan entwerfen bevor Sie mit dem Trading beginnen. Ihr Plan muss unabdingbar die Stopp- und Limitbereiche Ihrer Transaktionen beinhalten, da Ihre Erwartungen sowohl die potenzielle negative wie auch positive Entwicklung unvoreingenommen miteinschließen muss.

Halten Sie Ihre Verluste klein und lassen Sie Ihre Gewinne laufen

Dieses einfache Konzept wird nur von wenigen Tradern verwirklicht. Zu viele Trading-Einsteiger halten sich schlichtweg nicht an ihren zuvor festgelegten Plan und nehmen einen entstandenen Gewinn, noch bevor das ursprüngliche Gewinnziel erreicht ist. Und das oft nur weil sie sich auf einer gewinnbringenden Position scheinbar unwohl fühlen. Andere Trader wiederum verharren auf Positionen, die hunderte von Pips gegen sie laufen, in der Hoffnung dass der Markt zurückkehrt. Darüber hinaus neigen manche Trader auch dazu, sobald das Stopp mehrere Male gelöst wurde, fortan keine Stopps mehr zu platzieren, nur weil sie ein paar Mal zusehen mussten wie sich der Markt zurück bewegte, nachdem sie aus einem Trade ausgestiegen waren. Sie entfernen ihre Stopps in dem Glauben, dass das immer so geschehen würde. Stopps sind aber dazu da gelöst zu werden und bewahren Trader davor, nicht mehr als eine zuvor festgelegte Kursbewegung zu verlieren. Sobald es Tradern gelingt, mit 3 von 6 Transaktionen Gewinne zu erzielen, ist das schon eine ganze Menge. Wie also können Sie Geld verdienen, wenn nur die Hälfte Ihrer Transaktionen Gewinne mit sich bringen? Lassen Sie Ihre Gewinne laufen und sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Verluste so gering wie möglich halten. Dann erzielen Sie zwar eine geringere Anzahl an erfolgreichen Transaktionen, doch die Gewinne die entstehen, werden weitaus größer ausfallen wenn Sie diese nur laufen lassen.

Verlieben Sie sich nicht in einzelne Trades

Handeln Sie streng nach Plan. Das ist stets die oberste Regel, die es zu meistern gilt. Ein durchschnittlicher Trader analysiert seine Trades objektiv. Sobald er aber eine Position aufgenommen hat, tendiert er dazu, den Markt voreingenommen zu beurteilen, in der Hoffnung dass der Markt in seine Richtung zurückkehren werde, anstatt objektiv die verändernden Faktoren zur Kenntnis zu nehmen, die sich vielleicht entgegen der ursprünglichen Analyse gewendet haben. Dieses Phänomen trifft insbesondere dann zu, wenn ein Trade gegen den Trader läuft. Manche Trader tendieren in einer solchen Situation auch dazu, grundlos an Ihren Positionen festzuhalten, was wiederum dazu führt, dass sämtliche Signale ignoriert werden, die auf einen Verlust hinweisen.

Verwetten Sie nicht das Tafelsilber

Für viele ist der hohe Hebelgrad ein verlockender Aspekt. Da für ein Lot eines Währungspaares mit dem Standardkonto lediglich 50 Euro an Margin für die Dauer des Trades hinterlegt werden müssen, bedeutet das nicht, dass Trader mit einem Kontoguthaben in Höhe von beispielsweise 2.000 Euro, gleich 10 oder gar mehr Lots auf einmal handeln sollten. Ein Lot entspricht 10.000 der Basiswährung des gehandelten Währungspaares und muss entsprechend angesehen werden - und nicht als 50-Euro-Investition, die je Lot als Marginanforderung benötigt wird. Viele Trader analysieren ihre Charts richtig und platzieren vernünftige Trades. Manche tendieren jedoch dazu, ihr Konto zu überhebeln, indem sie Positionen eingehen, die für ihr Kontoguthaben zu groß sind. Als Folge werden sie dann dazu gezwungen, aus der Position zum falschen Zeitpunkt auszusteigen. Wenn beispielsweise das Kontoguthaben 2.000 Euro beträgt und eine Position in der Größe von 5 Lots in Verbindung eines Hebels zu 200:1 eröffnet wird, dann stellt dieses Handelsvolumen in Relation zum Kontoguthaben sowie angewandten Hebel, im Allgemeinen einen signifikanten Risikograd dar. Vergleichsweise ist es professionellen Money Managern nicht gestattet, mit einem Verhältnis dieser Größenordnung zu handeln. Ausschließlich der Handel in konservativen Handelsvolumen ermöglicht es Tradern langfristig erfolgreich zu sein.

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